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Fragil
Gilles Suffren - Skulpturen
Jan Wawrzyniak - Bilder
Eine Ausstellung von m Bochum Kunstvermittlung


 


Gilles Suffren, Retenue, 1996
Jan Wawrzyniak, o.T., 2006



Jan Wawrzyniak, o.T., 2006
Gilles Suffren, o.T., 2006


Zeichnungen von Jan Wawrzyniak und Skulpturen von Gilles Suffren treffen in der Galerie m Bochum aufeinander. Werden ihnen traditionell unterschiedliche Eigenschaften zugesprochenen, zeigen die beiden Gattungen in dieser Gegenüberstellung eine faszinierend verwandte Bild- und Formensprache.

Jan Wawrzyniak, 1971 in Leipzig geboren, war bereits Anfang der 90er Jahre auf der Art Cologne vertreten und wurde mit zahlreichen Stipendien bedacht. Seine zumeist großformatigen Kohle-Zeichnungen führen uns an unbestimmte, nicht benennbare imaginäre Orte. In reduzierter Bildsprache entstehen gekonnt gesetzte Linien und Flächen unmittelbar aus dem zeichnerischen Arbeitsprozess heraus. Der erste Auftrag der Kohle auf der weiß grundierten Leinwand legt die Spur für den weiteren Verlauf, ohne einem bereits vorgefassten Entwurf zu folgen. Gänzlich „unberührte“, weiße, von fein nuancierten Grautönen oder tiefem Schwarz durchzogene Flächen kippen ineinander, kommen hervor oder ziehen hinein in eine ungewisse Tiefe. An Erzählungen Kafkas erinnernd versetzten sie uns in eine geheimnisumwobene Atmosphäre.

Skurril und außergewöhnlich wirken die Skulpturen des 1953 in der Provence geborenen Bildhauers Gilles Suffren. In ihrer Verbindung von gebranntem Ton und Eisen befinden sie sich in einem prekären Balanceakt, einem hochsensiblen Verhältnis von gegenseitigem Stützen und Lasten. Die dem Material innewohnenden Eigenschaften wie etwa Schwere und Härte, Biegsamkeit oder Fragilität, werden unmittelbar erfahrbar. Organische und geometrische Formen sowie amorphe und glatte Oberflächen treten in eine spannungsreiche Verbindung und schöpfen die Möglichkeiten des Materials gekonnt aus. Trotz ihrer tatsächlichen Schwere erscheinen die Skulpturen teilweise tänzerisch leicht, verspielt und poetisch.