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Don't look now. Neue Fotografien und eine Videoarbeit
18. August - 21. Oktober 2000


 


Augenstücke 01 (für 3 Monitore), 2000
Videoinstallation,



o.T., (Vorhänge II-V), 2000
je Cibachrome, je 181,5 x 121,5 cm

m Fotografie zeigt in der Ausstellung „Don't look now“, die neuesten großformatigen Fotografien und eine Videoarbeit vom Thomas Florschuetz. Thomas Florschuetz wurde 1957 in Zwickau geboren und lebt seit 1988 in West-Berlin. Seine Arbeiten wurden bereits 1987 in der Fotografischen Sammlung Museum Folkwang in Essen in einer Einzelausstellung gezeigt und befinden sich u.a. in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York. Zu sehen sind die Anfang des Jahres während seines Studienaufenthaltes in der Villa Aurora in Los Angeles entstandenen farbigen Blumen-, Vorhang- und Wolkenserien, sowie das Video „Augenstücke, 01, Komposition für drei Monitore“, welches innerhalb des künstlerischen Œuvres den Anfang eines neuen Werkabschnittes bezeichnet. Gleichzeitig stellt diese Videoarbeit auch eine Wiederaufnahme der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper dar einem Thema, dem sich Florschuetz seit dem Beginn der 80er Jahre kontinuierlich gewidmet hatte, bis er sich 1997 neuen Sujets zuwandte. Die mannshohen Fotografien aus der Serie der Vorhänge können einerseits als ungegenständliche vertikale Streifenkomposition gesehen werden, enthüllen sich andererseits aber bald als unterschiedliche Faltenwürfe des immergleichen Vorhanges, der durch Licht und Schatten moduliert wird. Durch die Fragmentarisierung und Vergrößerung verwandelt sich das Sujet „Vorhang„ in eine Art Kippfigur, die in einem Moment noch abstrahiert erscheint, im Moment jedoch schon ihre uns vertraute Gestalt annimmt. Die großformatigen Bilder der Wolkenserie greifen die Thematik des „Verhangenen„ in seiner natürlichen Erscheinungsform wieder auf. Konfrontiert mit einer Naturdramatik, die sich nun innerhalb eines geschlossenen Bildformates zeigt, scheinen diese Fotografien vertraut und fremd zugleich. Sowohl in der Vorhang-, als auch in der Wolkenserie setzt sich der Künstler mit Vordergrund und Hintergrund, mit Durchdringbarkeit und Nicht-Durchdringbarkeit von Licht und Schatten auseinander. Die Trennung von Innen und Außen, von Sichtbarem und Nicht-Sichtbaren verursacht nichtauflösbare Wechselgänge und führt zu einer melancholischen Grundstimmung in den Fotografien.