
 François Morellet Hautes et basses tensions, 2001 Neon-Installation im Paul-Löbe-Haus, Berlin vier Kurven aus Neon in blau, grün, gelb und rot Foto: Stephan Erfurt


 François Morellet Neon-Installation im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Berlin, 2003 zwei Winkel aus schwarzem und weißem Neon

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Für die zentrale Halle des Paul-Löbe-Hauses (Sitz der Bundestagsabgeordneten) in Berlin hat François Morellet die Installation Haute et basses tensions aus vier farbigen Neonkurven entwickelt, die in gleichmäßigen Abständen über die Breite der zentralen offenen Halle gespannt sind. An dem durch eine Glasfassade zur Spree hin offenen Ende des Gebäudes hängt eine blaue, recht bauchige Neonkurve, gefolgt von einer etwas weniger stark gerundeten grünen zu einer wiederum flacheren gelben Kurve. Das vierte, rote Neonelement ist straff als gerade Linie über den offenen Hallenraum gespannt. Die Neonkurven beziehen sich auf das Vokabular der Architektur, insbesondere auf die runden Innentürme, die das langgezogene Gebäude gliedern. In ihrer rhythmischen Abfolge bilden die farbigen Neonkurven zugleich einen lebhaften, heiteren Gegensatz zu der Strenge der von Beton und Glas bestimmten Architektur.
Auf dem gegenüberliegenden Ufer der Spree setzt Morellet einen weiteren Akzent im Dialog mit der Architektur. Im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, ebenfalls Sitz der Bundestagsabgeordneten, belebt er die große Innenhalle durch zwei ineinander verschränkte Winkel aus schwarzem und weißem Neon. |