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Yannick Koller
short cuts / short films, 8 Super-8-Filme
Die Künstlerin über ihr Werk: "Eigentlich befragt und begreift meine künstlerische Vorgehensweise die Welt in Bezug auf einen ungreifbaren, dabei aber vollkommen gegenwärtigen Wahrnehmungsmodus, der es mir erlaubt, die rhythmischen Vibrationen von Objekt und Raum einzufangen. (...)" Aus: "Die Kallikinegraphie oder Das Einfangen von Vibrationseigenschaften des Realen auf Film", in: L'art pour l'art, N° 5, Berlin, 2007

Für weitere Informationen siehe auch, Yannick Koller: Kallikinegrafie

Kollers Filmreihe "short cuts" vermitteln eine eindrucksvolle Präsentation dieser Aussage.
Zu sehen ist eine Werkgruppe, die visuelle Improvisation mit direkten Kameramontagen und freier Manipulation der Kamera verbindet. Das schnelle Tempo der Filmstruktur ist auf die rhythmische Vibration der Objekte und Orte, die die Künstlerin als ihr primäres Arbeitsmaterial einnimmt, abgestimmt.


 



Lisboa, 2002
Super 8, color, silence, 6'12
MOTION zeigt Bewegungen von Wasser und Licht in Bildern, die in zunehmender Schnelligkeit über den Bildschirm fließen, um dann in einem langsamen, hypnotisierenden Verlauf zu enden. Kontraste entstehen aus statischen und fließenden, rotierenden oder abgehackten Kamerabe-wegungen, aus dem Wechsel von geometrischen und abstrakten Formen. Super 8, col., sil., 2000, 4'25 (Paris, Nimes, Avignon)

CITY MOVE, eine städtische Reise in drei aufeinander folgenden Teilen: Tag/Nacht/Tag. Dem Rhythmus der Stadt folgend, fliegen die Bilder, beschleunigen sich, stehen still, überlagern sich, spalten sich, kehren sich um und konfrontieren einander. In der Nachtphase leuchten punktuell Farben auf oder rauschen über den Bildschirm. Super 8, col., sil., 2001-2002, 7'48 (Paris, Lausanne)

SNAIL, eine Performance im Wald ('Bio-Striptease' von Katia Feltrin), die zeigt, wie Schnecken ein Kleid auffressen, das aus auf dem Körper gebildeten Salatblättern besteht. Während das pflanzliche Material langsam verschwindet, bleibt eine Architektur von Fäden zurück. In diesem Film wird der Akt des Kauens vorgeführt, um die Dauer der Performance in verdichteten Bildern „verdaulich“ zu machen. In Bildern, die sich zwischen Verschwommenheit und Klarheit bewegen und vor den gefräßigen Augen der Bauchfüßler in Bruchstücke zerlegt werden. Super 8, col., sil., 2001, 3'49 (3 Loops) (Ste Apolline Wald)

LISBOA, die Struktur dieses Films basiert auf zwei verschiedenen rhythmischen Teilen: Erstens, die ruhige Reise in Lissabons Küstenzug durch die Vororte der Stadt. In den Türen des Zuges überlagern sich Landschaften, gehen auseinander oder kreuzen sich. Zweitens, ein krachender Sprung hinein in die Architektur der Stadt. Er taucht ein in schimmernde Oberflächen glasierter Azulejos, bringt Panoramaansichten und schwankende Gebäude zum kentern. Super 8, col., sil., 2002, 6'12



Lisboa, 2002, Super 8, color, silence, 6'12
OCHRE, ein windiger Tag auf einem Bauplatz, es schießen hektische, flüchtige Blitze über eine raue, satt ockerfarbene Oberfläche. Die Bilder laden dazu ein, die physische Materialität der ockerfarbenen Substanz zu spüren. Super 8, col., sil., 2003, 2'40 (Santiago de Compostella)

REFLECTION, die Vereinahmung der Stadtarchitektur durch ihren eigenen Spiegel schafft Platz für ein visuelles Echo: ein Wechsel von zusammengefassten und verzerrten Bildern, durch Projektion, Reflektion und Diffraktion. Super 8, col., sil., 2002-2003, 4'40 (Lissabon)

NIGHT LIGHTS, künstliche Lichtkonstellationen funkeln mit variierenden Mikro-Bewegungen, die eine ebenfalls bewegte, helle Makro-Masse durchkreuzen. Es ergeben sich eine visuelle Dissonanz, Verzögerungen und Verschiebungen der Lichtquellen. Super 8, col., sil., 2002-2003, 6'50 (London)

COMPOSTUM ist das lateinische Wort für Friedhof. Die Kamera beginnt die feineren Details seiner Architektur zu entdecken und langsam enthüllt sie die Starre, Anordnung und Perspektive des ganzen Ortes. Eine neue formelle Struktur erscheint durch den Kontrast von Rhythmus und Licht. Super 8, s/w., sil., 2003, 4'30 (Santiago de Compostella)